dwg AVX-0801 · rev. A · Filtrations-Schadensdatenbank
Warum verblockt mein Filtergewebe innerhalb von Stunden?
Das Symptom
Der Differenzdruck steigt weit schneller als die Auslegungskurve. Reinigungsintervalle schrumpfen von Wochen auf Stunden, und nach jeder Reinigung wird die Erholung schlechter. Der Durchsatz sinkt, während die Pumpen härter arbeiten.
Ursachen
- 01 Partikel nahe der Maschenweite können in den Öffnungen stecken bleiben, statt darüber Brücken zu bilden.
- 02 Ein offenes quadratisches Gewebe kann bei breiter Partikelverteilung rasch an der Oberfläche zusetzen.
- 03 Ohne grobe Vorfiltration gelangt die gesamte Schmutzfracht zur Feinlage.
- 04 Faserige oder gelartige Verunreinigungen können die Oberfläche verschmieren. Eine andere Maschenweite allein reicht dann möglicherweise nicht aus.
Geeignete Filtermedien
- Eine Filterfeinheit oberhalb oder unterhalb der vorherrschenden Partikelgröße prüfen, um das Festsetzen in den Öffnungen zu begrenzen.
- Eine Tressenbindung prüfen. Rückhaltung findet auch in der Gewebetiefe statt, was die Schmutzaufnahme verbessern kann.
- Bei wiederholter Verblockung ein abgestuftes Sinterlaminat mit Aufbau von grob nach fein prüfen. Schmutzaufnahme und Rückspülbeständigkeit auf den Prozess abstimmen.
- Bei Bedarf ein grobes Schutzsieb stromaufwärts einsetzen, um die Feinstufe zu entlasten.
Auswirkung auf Stillstandszeiten
Verblockung vermindert die Kapazität und kann einen ungeplanten Stopp verursachen, wenn Reinigung nicht mehr ausreicht. Medium und Vorfiltration vor einer Erhöhung der Pumpenleistung prüfen. Weniger Reinigungszyklen können Produktionszeit freisetzen.
Prävention
- Partikelgrößenverteilung vor der Festlegung der Filterfeinheit messen lassen.
- ΔP ab Inbetriebnahme über der Zeit aufzeichnen. Die Kurve kann helfen, Verblockung früh zu erkennen.
- Die Bindungswahl nach Prozessänderungen stromaufwärts prüfen. Andere Polymerdosierung oder Rohstoffe können die Partikelverteilung verändern.